3. Januar 2009

Gibt es Ersatz für Ljøkelsøy und Romøren in Bischofshofen?

Noch immer steht nicht fest, ob der Norwegische Skiverband ein oder zwei Ersatzleute für die bereits nach Hause gereisten Roar Ljøkelsøy und Bjørn Einar Romøren zum Finale der 4-Schanzen-Tournee nach Bischofshofen schickt. In Innsbruck sind die Norweger nur mit vier Mann am Start, obwohl sie eigentlich sechs Startplätze haben. In Bischofshofen ist von vier bis zu sechs norwegischen Startern alles möglich, sagte Sportchef Clas Brede Bråthen der Zeitung „Romerikes Blad“.

Die drei möglichen Ersatzleute Sigurd Pettersen, Kenneth Gangnes und Kim René Elverum Sorsell können sich an diesem Wochenende beim Continentalcup in Braunlage für einen möglichen Start in Bischofshofen empfehlen. Ebenfalls an diesem Wochenende findet ein Norges Cup in Trondheim statt, wo man auf sich aufmerksam machen könnte.

Die besten Chancen auf einen Einsatz in Bischofshofen hat wohl Sigurd Pettersen, der kurz nach Weihnachten zwei Wettbewerbe im Continentalcup gewinnen konnte. Pettersen selbst hat aber noch kein Zeichen bekommen, wie groß seine Einsatzchancen für die 4-Schanzen-Tournee sind. „Nein, ich weiß im Grunde nichts. Mich hat keiner kontaktet, was die 4-Schanzen-Tournee angeht. Alles, was ich dem zu vergebenden Platz im Abschlussspringen weiß, weiß ich durchs Fernsehen“, sagte Sigurd Pettersen am Neujahrstag der Zeitung „Laagendalsposten“.

Auch Kenneth Gangnes weiß nicht, wie wahrscheinlich ein Einsatz in Bischofshofen ist. „Ich bin unsicher, wie es aussieht. Es hat Signale gegeben, aber seitdem hat es keine klaren Worte gegeben, also weiß ich nicht, wie die Chancen sind“, sagte Kenneth Gangnes der Zeitung „Oppland Arbeiderblad“.

Kim René Elverum Sorsell glaubt dagegen nicht daran, dass er eine Chance auf einen Einsatz beim Finale der 4-Schanzen-Tournee hat. „Ich glaube, dass meine Chancen minimal sind. Sowohl Sigurd Pettersen als auch Kenneth Gangnes liegen vor mir in der Loipe“, sagte Kim René Elverum Sorsell der Zeitung „Romerikes Blad“.

Sportchef Clas Brede Bråthen wollte sich gegenüber „Romerikes Blad“ jedenfalls noch nicht festlegen. „Wir werden sehen, was in Innsbruck, Braunlage und beim Norges Cup zu Hause passiert. Von vier bis sechs Norwegern in Bischofshofen ist alles möglich“, sagte Clas Brede Bråthen.

Beim ersten COC-Springen in Braunlage am Samstag wurden die norwegischen Skispringer ihrer Favoritenrolle noch nicht gerecht und landeten nicht so weit vorne wie zuletzt gewohnt.

COC Skispringen Braunlage/GER, 3.1.2009:

1) Martin Cikl, CZE 246,0 (95,5-92),
2) Andreas Strolz, AUT 243,5 (92,5-94),
3) Lukas Hlava, CZE 242,0 (93,5-92),
3) Jan Matura, CZE 242,0 (94,5-92),
5) Rok Urbanc, SLO 237,5 (93-91),
6) Matic Kramarsic, SLO 237,0 (92-92),
7) Lukasz Rutkowski, POL 236,5 (93-92,5),
8) David Unterberger, AUT 234,0 (91,5-91,5),
9) Roman-Sergejevitsj Trofimov, RUS 232,5 (90,5-91,5),
10) Jörg Ritzerfeld, GER 228,5 (91,5-90),
10) Maciej Kot, POL 228,5 (92,5-88,5),
12) Kenneth Gangnes, NOR 224,5 (88,5-92),
16) Kim René Elverum Sorsell, NOR 220,0 (91,5-86,5),
22) Sigurd Pettersen, NOR 214,0 (87,5-87),
38) Atle Pedersen Rønsen, NOR 100,0 (84).