21. November 2008

Skisprung-Team für Weltcup-Auftakt in Kuusamo

Der Norwegische Skiverband hat folgende Skispringer für den Weltcup-Auftakt im finnischen Kuusamo (27. bis 29. November 2008) nominiert:

Anders Jacobsen (Ringkollen SK / Flying Team Vikersund),
Anders Bardal (Steinkjer SK / Trønderhopp),
Bjørn Einar Romøren (Øvrevoll Hosle IL / Kollenhopp),
Kenneth Gangnes (Kolbukameratene / Lillehammerhopp),
Roar Ljøkelsøy (Orkdal IL / Trønderhopp),
Tom Hilde (Asker SK / Kollenhopp).

Kim René Elverum Sorsell und Jon Aaraas aus dem A-Nationalteam wurden nicht nominiert, dafür ist Routinier Roar Ljøkelsøy, der in dieser Saison keinem Nationalkader angehört, wieder im Weltcup dabei. Beim gestrigen Testwettbewerb in Lillehammer war Ljøkelsøy Dritter hinter Anders Jacobsen und Anders Bardal und wurde von Cheftrainer Mika Kojonkoski anschließend sehr gelobt. „Er ist zum jetzigen Zeitpunkt besser als in den letzten beiden Jahren“, sagte Kojonkoski der norwegischen Tageszeitung Aftenposten. Ljøkelsøy war auf 132 und 129 m gesprungen. Den weitesten Sprung des Tages schaffte Anders Bardal mit 144 m.

Ljøkelsøy war nach einer enttäuschenden Vorjahressaison aus dem Nationalkader gestrichen worden. Seine beste Saisonplatzierung 07/08 war ein 10. Platz in Predazzo; im Gesamt-Weltcup war er nur 37. geworden. Beim Weltcup-Finale in Planica landete er bei seiner Lieblingsdisziplin, dem Skifliegen, sogar nur auf dem letzten Platz in der Resultatliste.

„Es war gut, die Nachricht zu bekommen, dass ich nominiert bin. Ich wollte so früh wie möglich wieder im Weltcup springen, aber ich hatte eigentlich erwartet, dass ich mich durch den Continentalcup qualifizieren muss“, sagte Roar Ljøkelsøy der norwegischen Nachrichten-Agentur ANB.

Weiter sagte er zu ANB, dass er an seiner Technik einiges verändert habe, und jetzt wieder so ähnlich springt wie vor fünf bis sechs Jahren. Dazu habe er sich in Sachen Spannkraft gegenüber dem Vorjahr stark verbessert. Sein großes Saisonziel ist die Teilnahme an der Nordischen Ski-WM in Liberec im Februar nächsten Jahres.

Sein größtes Problem in dieser Saison ist, dass er seine gesamte Ausrüstung selbst finanzieren muss, weil er keinem Nationalkader angehört. Der norwegischen Tageszeitung Aftenposten sagte er, dass er sich bis jetzt in dieser Saison drei Sprunganzüge selbst gekauft habe, von denen jeder 3.500 Kronen (ca. 390 Euro) gekostet habe, sowie zwei Paar Skischuhe. Einen privaten Sponsor habe er derzeit nicht, und müsse deshalb seine privaten Ersparnisse einbringen. Aber er habe sich beim Training zu Hause in Trondheim wohl gefühlt, auch weil der Druck, sich in jeder einzelnen Trainingseinheit wieder beweisen zu müssen, nicht da war.