11. November 2008

Hohe Saisonziele für norwegische Skispringer

Die norwegischen Skispringer haben sich für die kommende Saison hohe Ziele gesetzt. Bei der Nordischen Ski-WM im nächsten Jahr im tschechischen Liberec soll in jedem der drei Männer-Wettbewerbe jeweils eine Medaille gewonnen werden, und auch im Frauen-Wettbewerb soll mindestens eine Medaille für Norwegen her.

Dabei ist das Männer-A-Team mit einem Durchschnittsalter von 22,7 Jahren das jüngste aller Zeiten. Zum A-Team 08/09 gehören Tom Hilde (21), Anders Jacobsen (23), Anders Bardal (26), Bjørn Einar Romøren (27), Jon Aaraas (22), Kim René Elverum Sorsell (20) und Kenneth Gangnes (20). Das Frauen-Team mit Anette Sagen (23), Line Jahr (24), Silje Sprakehaug (17) und Gyda Enger (15) hat sogar ein Durchschnittsalter von nur 19,8 Jahren.

Herren-Cheftrainer Mika Kojonkoski sagte gegenüber der norwegischen Nachrichten-Agentur ANB-NTB, dass die Vorbereitungen nach Plan laufen, aber dass er mit den Ergebnissen beim Sommer Grand Prix nicht ganz zufrieden sei, unter anderem weil nur Roar Ljøkelsøy einen Platz auf dem Podest schaffte.

Für viel Aufsehen hatte Kojonkoski im April bei der Nominierung seines A-Kaders für die kommende Saison gesorgt. Die beiden Routiniers Sigurd Pettersen und Roar Ljøkelsøy hatte er aussortiert, dafür die international wenig erfahrenen Aaraas, Elverum Sorsell und Gangnes ins Team geholt. Gegenüber ANB-NTB sagte er weiter, dass ihm die mangelnde Erfahrung zwar etwas Sorgen bereite, aber dass es bei den physischen Tests die besten Ergebnisse gegeben hätte, seit er Cheftrainer in Norwegen sei.

„Es ist sehr motivierend, mit diesen Jungs, die so voller Enthusiasmus und Unternehmungsgeist sind, zu arbeiten. Die Jungen haben schon damit angefangen, den älteren und etablierteren Springern in den Nacken zu pusten, weil sie so fleißig sind. Ich habe einen neuen Schwung im Training bemerkt, weil der Enthusiasmus auch die Routiniers angesteckt hat und selbst ein Bjørn Einar Romøren arbeitet noch viel härter an sich“, sagte Mika Kojonkoski zu ANB-NTB.

Derzeit trainiert Kojonkoski mit seinem Team das erste Mal auf Schnee in dieser Saison auf der Olympiaanlage in Lillehammer. Er erwartet sehr viel von seinem Team in dieser Saison, am meisten von Tom Hilde, Anders Jacobsen und Anders Bardal. Aber er ist sich auch klar, dass alle nicht ständig in der Spitze dabei sein können, und hofft, dass dann andere in die Bresche springen. Von seinen Neulingen im Team erhofft er sich so viele Finaldurchgänge wie möglich.

Auch die vorher aussortierten Routiniers werden ihre Chancen bekommen. „Ich sehe auch, dass Sigurd Pettersen und Roar Ljøkelsøy gut trainieren und ihre Sache gut machen. Sie werden ganz sicher in nicht allzu langer Zeit wieder im Weltcup dabei sein“, verriet Mika Kojonkoski ANB-NTB.