27. Januar 2008

Bardal gewinnt Weltcup in Zakopane


Anders Bardal konnte am Sonntag in Zakopane den ersten Weltcupsieg seiner Karriere feiern. Er gewann das Springen, das nach einem Durchgang abgebrochen wurde, vor dem Österreicher Thomas Morgenstern und dem Schweizer Simon Ammann. Anders Jacobsen auf Platz sechs und Tom Hilde auf Platz sieben sorgten für ein erneutes hervorragendes Team-Ergebnis für Norwegen.

Das Springen am Sonntag war der nachgeholte Wettbewerb vom Samstag, der wegen zu starken Windes ausgefallen war. Anders Bardal hieß der verdiente Sieger des Tages. Mit dem weitesten Sprung des gesamten Feldes auf 137 m und Noten um 19, 19,5 und 20 sicherte sich Bardal mit 4,1 Punkten Vorsprung vor Weltcup-Spitzenreiter Thomas Morgenstern den Sieg.

„Es wäre gut gewesen, zwei Durchgänge zu springen, aber jetzt ist es wie es ist, und ich bin riesig zufrieden. Ich freue mich auf den Rest der Saison und dieser Sieg gibt mir eine Menge Selbstvertrauen“, sagte Anders Bardal dem norwegischen Rundfunk-Sender NRK.

Der Finaldurchgang wurde abgebrochen, als noch 19 Mann oben standen und Jon Aaraas in Führung lag. Dann stand der norwegische Tagessieg fest. Es war der insgesamt 80. Weltupsieg für Norwegen und der 31. unter Trainer Mika Kojonkoski seit 2002. Anders Bardal war damit der 22. Norweger, der ein Weltcup Skispringen gewinnen konnte.

Bereits zweimal in seiner Karriere hatte Anders Bardal nach dem Durchgang eines Weltcups in Führung gelegen, aber beide Mal konnte er den ersten Platz im Finale nicht verteidigen. Am 6. Januar 2008 in Bischofshofen hatte er nach Durchgang in Führung gelegen, am Ende reichte es nur zu Platz 2 hinter Janne Ahonen. Auch beim ersten Wettbewerb am Freitag in Zakopane hatte er zunächst auf Platz eins gelegen, war am Ende nur Siebter geworden.

„Ich hätte gerne noch einen Sprung gemacht und mir selbst bewiesen, dass ich zwei gute Sprünge schaffen kann. Jetzt ist es wie es ist, aber in zwei Tagen erinnert sich keiner mehr, wie ich gewonnen habe“, sagte Anders Bardal der norwegischen Nachrichten-Agentur NTB.

Auch Bjørn Einar Romøren (14.), Jon Aaraas (19.) und Andreas Vilberg (29.) schafften den Sprung unter die besten 30 und sammelten dadurch Weltcuppunkte. Kim René Elverum Sorsell konnte sich für den Wettbewerb am Sonntag nicht qualifizieren.

Weltcup Skispringen Zakopane/POL, 27.1.2008:

1) Anders Bardal, NOR 149,1 (137),
2) Thomas Morgenstern, AUT 145,0 (135),
3) Simon Ammann, SUI 144,2 (136,5),
4) Adam Malysz, POL 141,3 (133,5),
5) Andreas Küttel, SUI 141,2 (134),
6) Anders Jacobsen, NOR 139,8 (136),
7) Tom Hilde, NOR 137,5 (132,5),
8) Gregor Schlierenzauer, AUT 137,1 (132)
8) Harri Olli, FIN 137,1 (132),
10) Dimitri Vassiliev, RUS 135,5 (132,5),
11) Jernej Damjan, SLO 135,1 (132),
12) Michael Neumayer, GER 134,6 (134,5),
13) Andreas Kofler, AUT 133,5 (130),
14) Bjørn Einar Romøren, NOR 133,0 (130),
15) Martin Koch, AUT 132,0 (130),
16) Janne Ahonen, FIN 130,7 (129),
17) Roman Koudelka, CZE 129,4 (128),
18) Michael Uhrmann, GER 125,3 (126),
19) Jon Aaraas, NOR 124,9 (125,5),
20) Wolfgang Loitzl, AUT 121,7 (124),
21) Robert Kranjec, SLO 121,6 (124,5),
22) Primoz Peterka, SLO 121,2 (124),
23) Arthur Pauli, AUT 121,1 (124,5),
24) Sebastian Colloredo, ITA 120,5 (125),
25) Kamil Stoch, POL 120,1 (124,5),
26) Jan Matura, CZE 119,3 (123,5),
27) Janne Happonen, FIN 117,9 (123),
28) Stephan Hocke, GER 116,1 (122),
29) Andreas Vilberg, NOR 113,5 (120),
30) Jakub Janda, CZE 113,1 (119,5).

Stand im Gesamt-Weltcup (nach 16 von 27 Springen):

1) Thomas Morgenstern, AUT 1255,
2) Janne Ahonen, FIN 845,
3) Gregor Schlierenzauer, AUT 839,
4) Tom Hilde, NOR 758,
5) Wolfgang Loitzl, AUT 568,
6) Anders Bardal, NOR 461,
7) Andreas Küttel, SUI 459,
8) Simon Ammann, SUI 448,
9) Andreas Kofler, AUT 408,
10) Anders Jacobsen, NOR 403,
15) Bj
ørn Einar Romøren, NOR 308,
24) Sigurd Pettersen, NOR 128,
35) Roar Ljøkelsøy, NOR 61,
44) Jon Aaraas, NOR 28,
46) Andreas Vilberg, NOR 26,
51) Henning Stensrud, NOR 19.

Stand in der Nationen-Wertung (nach 17 von 31 Springen):

1) Österreich 3973,
2) Norwegen 2608,
3) Finnland 1695,
4) Schweiz 1036,
5) Deutschland 939,
6) Slowenien 739,
7) Russland 584,
8) Polen 519,
9) Tschechien 443,
10) Japan 410.