5. Januar 2008

Hilde 6. am Samstag in Bischofshofen


Tom Hilde war auch beim dritten Springen der 4-Schanzen-Tournee 07/08 bester Norweger und wurde diesmal Sechster. Janne Ahonen gewann das von Innsbruck nach Bischofshofen verschobene Springen und übernahm die Führung in der Gesamt-Wertung der Tournee. Hilde liegt vor dem letzten Springen am Sonntag, ebenfalls in Bischofshofen, auf dem vierten Platz in der Gesamt-Wertung, hinter den beiden Österreichern Morgenstern und Schlierenzauer.

Das norwegische Team präsentierte sich mannschaftlich erneut stark, aber außer Hilde springt derzeit keiner in der absoluten Spitze mit. Sigurd Pettersen (12.), Anders Bardal (19.), Anders Jacobsen (23.), Bjørn Einar Romøren (24.) erreichten ebenfalls das Finale, nur Roar Ljøkelsøy (35.) sah den Finaldurchgang nur als Zuschauer. Andreas Vilberg war bereits in der Qualifikation ausgeschieden.

Ahonen ist das große Vorbild von Hilde und so freute er sich am Samstag nicht nur über seine eigenen Leistungen. „Ahonen ist fantastisch. Wenn er schlecht ist, wird er Fünfter. Mein Ziel ist es, eines Tages dorthin zu kommen, wo er ist. Er gehört zu denen, vor denen ich den allergrößten Respekt habe. Ich werde fast ein bisschen rot, wenn ich neben ihm sitze“, sagte Tom Hilde der norwegischen Tageszeitung Dagbladet.

Auch Cheftrainer Mika Kojonkoski war voll des Lobes für seinen Landsmann. „Für mich ist Ahonen der größte Skispringer. Ich glaube, er gewinnt die 4-Schanzen-Tournee. Mental ist er auf einem anderen Niveau als alle anderen“, sagte Mika Kojonkoski zu Dagbladet.

Hilde selbst meint, dass er einem Platz auf dem Podest ganz nah ist. „Davon trennt mich nicht sehr viel. Mir fehlt ein bisschen Sicherheit und das gute Gefühl. Im ersten Sprung war ich mit dem Hintern etwas zu hoch. Der zweite Sprung war gut“, sagte Hilde der Zeitung Budstikka. In Bischofshofen am Samstag sprang er sich im zweiten Durchgang von Platz neun noch auf Platz sechs nach vorne.

Was denkst du vor dem Wettbewerb am Sonntag? „Ich freue mich. Ich freue mich immer zu springen“, antwortete Tom Hilde.

Mika Kojonkoski war mit seinem Team nicht ganz zufrieden. „Ehrlich gesagt konkurrieren wir nicht in der Spitze, und das ist ein sehr schwieriges Gefühl für mich“, sagte Kojonkoski weiter. Sein Ziel für die Tournee, jeweils ein Norweger auf dem Podest und drei Mann unter den besten Zehn, wurde zwar bislang in keinem Tournee-Springen erreicht, aber er für das letzte Springen will er trotzdem daran festhalten.

Zweitbester Norweger war am Samstag etwas überraschend Sigurd Pettersen auf dem zwölften Platz. Nach dem ersten Durchgang und 125 m hatte er noch auf Platz 22 gelegen, im Finaldurchgang kletterte er durch einen Sprung auf 130,5 m noch elf Plätze nach vorne. „Ich versuche mehr und mehr Gas zu geben“, sagte Sigurd Pettersen dem norwegischen Fernsehsender NRK.

Anders Jacobsen dagegen fiel im zweiten Durchgang von Platz 14 noch auf Platz 23 zurück. „Ich mache die Sachen etwas besser, aber bin immer noch nicht ganz spitze. Aber ich brauche nur etwas Zeit, dann kommt das wohl“, sagte Anders Jacobsen zu NRK.

Im Probedurchgang war er noch auf 140 m gesprungen, im Wettkampf sprang er „nur“ auf 129 und 119,5 m. „Ich schaffe es nicht ganz zu erkennen, was ich falsch mache und werde den Abend nutzen, um mir das nochmal auf Video anzusehen“, sagte Anders Jacobsen der norwegischen Nachrichten-Agentur NTB.

Bjørn Einar Romøren hatte nach dem ersten Sprung eigentlich schon mit dem Wettbewerb abgeschlossen. 121,5 m schienen zu weg für das Finale zu sein und er dachte selbst, dass er ausgeschieden ist. Dann bekam er mit, dass sein Sprung eigentlich 122,5 m weit war und er mit Platz 28 doch den Einzug ins Finale geschafft hatte. „Was machst du hier unten? Du bist 28., wurde mir gesagt“, sagte Romøren zu Dagbladet.

Deshalb hätte er fast den Start zum zweiten Durchgang verpasst und musste sich beeilen, weil er bereits als Dritter an der Reihe war. „Als ich oben angekommen bin, waren die Vorspringer bereit auf dem Absprungbalken. Ich hatte wenig Zeit und vorher einen hohen Puls, ohne dass mich das daran gehindert hätte, gut zu springen“, sagte er weiter.

Weltcup Skispringen Bischofshofen/AUT, 5.1.2008:

1) Janne Ahonen, FIN 282,5 (139,5-138),
2) Thomas Morgenstern, AUT 271,4 (138-132,5),
3) Simon Ammann, SUI 259,4 (126,5-139),
4) Dimitri Vassiliev, RUS 257,1 (133-131,5),
5) Gregor Schlierenzauer, AUT 256,6 (132,5-132),
6) Tom Hilde, NOR 253,5 (129,5-133),
7) Michael Neumayer, GER 249,6 (130-132),
8) Wolfgang Loitzl, AUT 246,4 (130,5-127,5),
9) Andreas Küttel, SUI 244,3 (132,5-126),
9) Adam Malysz, POL 244,3 (130,5-128),
11) Martin Schmitt, GER 240,1 (125,5-131,5),
12) Sigurd Pettersen, NOR 239,4 (125-130,5),
13) Arthur Pauli, AUT 235,5 (127,5-127,5),
14) Janne Happonen, FIN 232,1 (126,5-125,5),
15) Denis Kornilov, RUS 232,0 (132-120,5),
15) Roland Müller, AUT 232,0 (124-128,5),
17) Manuel Fettner, AUT 231,9 (129-124),
18) Taku Takeuchi, JPN 228,2 (129,5-122),
19) Anders Bardal, NOR 226,6 (127,5-122),
20) Mario Innauer, AUT 223,3 (125,5-123),
21) Martin Höllwarth, AUT 221,2 (125,5-123,5),
22) Emmanuel Chedal, FRA 220,7 (123,5-123),
23) Anders Jacobsen, NOR 220,3 (129-119,5),
24) Bjørn Einar Romøren, NOR 216,9 (122,5-123),
25) Kamil Stoch, POL 216,0 (122,5-122,5),
26) David Lazzaroni, FRA 213,8 (122-121,5),
27) Jakub Janda, CZE 213,0 (122-120,5),
28) Martin Cikl, CZE 211,0 (123-119,5),
29) Matti Hautamäki, FIN 209,6 (122,5-119,5),
30) Roman Koudelka, CZE 202,4 (126,5-121,5),
35) Roar Ljøkelsøy, NOR 105,3 (121).

Gesamt-Wertung 4-Schanzen-Tournee (nach 3 von 4 Springen):

1) Janne Ahonen, FIN 834,2,
2) Thomas Morgenstern, AUT 823,3,
3) Gregor Schlierenzauer, AUT 811,7,
4) Tom Hilde, NOR 783,1,
5) Simon Ammann, AUT 776,7,
6) Michael Neumayer, GER 767,7,
7) Wolfgang Loitzl, AUT 762,3,
8) Andreas Küttel, SUI 750,5,
9) Adam Malysz, POL 747,8,
10) Dimitri Vassiliev, RUS 745,6.
12) Anders Bardal, NOR 715,1,
14) Anders Jacobsen, NOR 712,0,
22) Bj
ørn Einar Romøren, NOR 567,7,
27) Roar Ljøkelsøy, NOR 452,2,
28) Sigurd Pettersen, NOR 451,3,
45) Andreas Vilberg, NOR 217,2.

Stand im Gesamt-Weltcup (nach 10 von 28 Springen):

1) Thomas Morgenstern, AUT 880,
2) Gregor Schlierenzauer, AUT 654,
3) Janne Ahonen, FIN 515,
4) Tom Hilde, NOR 402,
5) Wolfgang Loitzl, AUT 398,
6) Andreas Küttel, SUI 318,
7) Simon Ammann, SUI 307,
8) Andreas Kofler, AUT 304,
9) Michael Neumayer, GER 276,
10) Adam Malysz, POL 272,
11) Bj
ørn Einar Romøren, NOR 241,
14) Anders Bardal, NOR 165,
17) Anders Jacobsen, NOR 121,
30) Sigurd Pettersen, NOR 48,
36) Roar Ljøkelsøy, NOR 35,
44) Andreas Vilberg, NOR 19
44) Henning Stensrud, NOR 19,
50) Lars Bystøl, NOR 16.