9. Mai 2007

Bystøl ins B-Team, Romøren weiter im A-Team


Lars Bystøl und Bjørn Einar Romøren mussten beide vor der Nominierung der Nationalteams 07/08 um ihren Platz in der A-Nationalmannschaft zittern. Seit Ende letzter Woche ist klar, dass Romøren auch in der nächsten Saison zum Eliteteam gehört, während Bystøl ins B-Team degradiert wurde.

Neben den sportlich eher schwachen Leistungen in der letzten Saison war wohl der erneute alkoholbedingte Ausrutscher Ostern in Hemsedal, als Bystøl nach einer Schlägerei schließlich in einer Ausnüchterungszelle landete, entscheidend für die Degradierung.

„Die Entscheidung wurde auf Grund einer Gesamtbetrachtung getätigt, wo die sportliche Seite mehr Gewicht hatte“, sagte Sportchef Clas Brede Bråthen der norwegischen Nachrichten-Agentur ANB.

Die Saison nach dem Olympiasieg auf der Normalschanze in Turin war für Bystøl eine einzige Katastophe. Ein 28. Platz war seine beste Platzierung im Weltcup, im Gesamt-Weltcup wurde er nur 76.

„Erfahrungsgemäß ist es so, dass Lars die besten Leistungen immer aus der Herausfordererposition gezeigt hat. Das beste Beispiel ist 2005. Da wurde er auch vom Eliteteam ins B-Team degradiert. Im Winter danach wurde er Olympiasieger“, sagte Clas Brede Bråthen weiter zu ANB.

„Ja, es ist richtig, dass ich gute Erfahrungen damit habe, in so einer Position vor der Saison zu sein. Ich fühle mich in ruhiger Umgebung am wohlsten, und sehe das nicht so schwarz. Jetzt gilt es, fleißig bei der Trainingsarbeit zu sein und die Zeit gut zu nutzen. Und diese Einstellung habe ich, also gibt es keinen Grund, mich abzuschreiben“, sagte Lars Bystøl selbst zu ANB.

Er war über die Degradierung weder überrascht noch enttäuscht. „Nachdem ich meine letzte Weltcup-Chance vor dem Winter, am Holmenkollen, nicht genutzt hatte, hatte ich eigentlich damit gerechnet“, sagte Lars Bystøl weiter. Weil er seit dem vergangenen Sommer in Trondheim wohnt, wird er wahrscheinlich jetzt vom Team Kollenhopp zum Team Trønderhopp wechseln.

Auch Bjørn Einar Romøren hätte eine Degradierung ins B-Team treffen können, auf Grund seiner ebenfalls schwachen Leistungen in der abgelaufenen Saison.

„Ich war auf die Möglichkeit vorbereitet, nicht nominiert zu werden, aber jetzt fühle ich, dass ich immer noch mehr kann. Das war wohl keine Bombe, dass ich trotzdem wieder nominiert worden bin“, sagte Bjørn Einar Romøren zu ANB.

„Ich bin über diese Entscheidung erleichtert. Ich hätte sowieso weitergemacht, aber in der A-Nationalmannschaft ist alles viel leichter, durch die vielen Ressourcen dort“, sagte Romøren seiner Lokalzeitung Budstikka.

Keine Überraschung war es, dass Tom Hilde wieder einen Platz im A-Team bekam. „Ich hatte erwartet, wieder ins A-Team zu kommen, und war vor der Nominierung nicht so nervös. Trotzdem bin ich jetzt glücklich“, sagte Tom Hilde zu Budstikka.